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	<title>Kommentare zu: Ein Heidenspaß: Religulous im Kino</title>
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		<title>Von: KRIZ</title>
		<link>http://hirngerechte-gestaltung.com/2009/04/01/ein-heidenspas-religulous-im-kino/#comment-8883</link>
		<dc:creator>KRIZ</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 16:37:00 +0000</pubDate>
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		<description>An Gott glauben = der Weg des geringeren Widerstandes? Das mag für Bagdad gelten, für den Bibelgürtel der USA, für das heilige römische Reich während des Mittelalters, aber ganz bestimmt nicht für Deutschland anno2009. Nicht einmal auf bischöflichen Knabenkonvikten wird es Skeptikern, Agnostikern oder Atheisten heutzutage schwer gemacht, ihre Meinung laut in die Welt zu posaunen. Auf vergleichbares Desinteresse stößt allenfalls noch eine spirituelle Nähe zum Buddhismus wie sie von C-Promis oft in Sonntagsinterviews zum Besten gegeben wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was die Frage anbelangt: Was war zuerst da - der Glaube oder die Skepsis, so muss ich auch hier dagegen halten. Religiöse Erziehung hin oder her, an einem bestimmten Punkt des Lebens, meistens so zwischen dem 12. und 16. Lebensjahr, macht die Frage des Glaubens jeder mit sich selbst aus. Vorerfahrungen können da in etwa gleichem Verhältnis sowohl abschreckend wirken und zu Ablehnung führen wie eben nicht. Und an diesem Punkt kommt die Skepsis ins Spiel: Zunächst einmal ist sich an diesem Punkt seines Lebens jeder Heranwachsende der vielen Argumente bewusst, die gegen die Existenz einer göttlichen Macht sprechen. Zu glauben heißt also immer: TROTZDEM. Und ein &quot;trotzdem&quot; mein Freund und heiterer Agnostiker ist immer anstrengender als ein &quot;deshalb&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>An Gott glauben = der Weg des geringeren Widerstandes? Das mag für Bagdad gelten, für den Bibelgürtel der USA, für das heilige römische Reich während des Mittelalters, aber ganz bestimmt nicht für Deutschland anno2009. Nicht einmal auf bischöflichen Knabenkonvikten wird es Skeptikern, Agnostikern oder Atheisten heutzutage schwer gemacht, ihre Meinung laut in die Welt zu posaunen. Auf vergleichbares Desinteresse stößt allenfalls noch eine spirituelle Nähe zum Buddhismus wie sie von C-Promis oft in Sonntagsinterviews zum Besten gegeben wird. </p>
<p>Und was die Frage anbelangt: Was war zuerst da &#8211; der Glaube oder die Skepsis, so muss ich auch hier dagegen halten. Religiöse Erziehung hin oder her, an einem bestimmten Punkt des Lebens, meistens so zwischen dem 12. und 16. Lebensjahr, macht die Frage des Glaubens jeder mit sich selbst aus. Vorerfahrungen können da in etwa gleichem Verhältnis sowohl abschreckend wirken und zu Ablehnung führen wie eben nicht. Und an diesem Punkt kommt die Skepsis ins Spiel: Zunächst einmal ist sich an diesem Punkt seines Lebens jeder Heranwachsende der vielen Argumente bewusst, die gegen die Existenz einer göttlichen Macht sprechen. Zu glauben heißt also immer: TROTZDEM. Und ein &#8220;trotzdem&#8221; mein Freund und heiterer Agnostiker ist immer anstrengender als ein &#8220;deshalb&#8221;.</p>
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		<title>Von: Fred</title>
		<link>http://hirngerechte-gestaltung.com/2009/04/01/ein-heidenspas-religulous-im-kino/#comment-8882</link>
		<dc:creator>Fred</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 08:44:00 +0000</pubDate>
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		<description>Deswegen schrieb ich ja &quot;Etwas erstaunlich simples&quot;, weil eben keine große Geistesleistung. Seine &quot;Leistung&quot; besteht, das ist wichtig, jedoch nicht in seiner eigenen Haltung, die an sich nichts besonderes ist, sondern in der Etablierung derselben in der Kommunikation mit religiösen Hardlinern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob der Skeptizismus zuerst da war/ist, wie du meinst, würde ich bezweifeln. Meinst Du, mehr Kinder werden heutzutage komplett atheistisch oder eher mehr oder weniger religiös erzogen? Ist nicht fast jeder von uns wenigstens ein bisschen religiös vorgeprägt? Ist nicht irgendeine Form von (christlichem) Gottesglaube so tief in unserem europäischen Kulturkern verwurzelt, dass wir fast automatisch ein bisschen glauben?&lt;br /&gt;In Mahers Fall war zuerst der Glaube da, das kommt im Film klar raus. Seine Eltern haben ihn religiös erzogen, mit Kirchenbesuchen und pipapo. Bis sie wegen der Frage der Geburtenkontrolle ausgetreten sind. Ein typischer Fall, würde ich sagen. &lt;br /&gt;Einen Skeptizismus musste er sich also erst zulegen. Die Frage ist doch: wenn das so einfach ist, warum zweifeln dann nicht mehr Menschen?&lt;br /&gt;Ich glaube, es ist genau andersrum: Es ist der Weg des geringsten Widerstandes, an Gott zu glauben. Zu zweifeln ist anstrengend.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Deswegen schrieb ich ja &#8220;Etwas erstaunlich simples&#8221;, weil eben keine große Geistesleistung. Seine &#8220;Leistung&#8221; besteht, das ist wichtig, jedoch nicht in seiner eigenen Haltung, die an sich nichts besonderes ist, sondern in der Etablierung derselben in der Kommunikation mit religiösen Hardlinern. </p>
<p>Ob der Skeptizismus zuerst da war/ist, wie du meinst, würde ich bezweifeln. Meinst Du, mehr Kinder werden heutzutage komplett atheistisch oder eher mehr oder weniger religiös erzogen? Ist nicht fast jeder von uns wenigstens ein bisschen religiös vorgeprägt? Ist nicht irgendeine Form von (christlichem) Gottesglaube so tief in unserem europäischen Kulturkern verwurzelt, dass wir fast automatisch ein bisschen glauben?<br />In Mahers Fall war zuerst der Glaube da, das kommt im Film klar raus. Seine Eltern haben ihn religiös erzogen, mit Kirchenbesuchen und pipapo. Bis sie wegen der Frage der Geburtenkontrolle ausgetreten sind. Ein typischer Fall, würde ich sagen. <br />Einen Skeptizismus musste er sich also erst zulegen. Die Frage ist doch: wenn das so einfach ist, warum zweifeln dann nicht mehr Menschen?<br />Ich glaube, es ist genau andersrum: Es ist der Weg des geringsten Widerstandes, an Gott zu glauben. Zu zweifeln ist anstrengend.</p>
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		<title>Von: KRIZ</title>
		<link>http://hirngerechte-gestaltung.com/2009/04/01/ein-heidenspas-religulous-im-kino/#comment-8881</link>
		<dc:creator>KRIZ</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 08:29:00 +0000</pubDate>
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		<description>Das Fegefeuer wird dir deinen Zynismus schon aus den Poren braten...;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nee hast ja recht: Dumme Gläubige sind in ihrer Außendarstellung einfach nur bemitleidenswert. Dennoch: Für einen intelligenten, rationalen, aufgeklärten Menschen, ist es viel einfacher, nicht zu glauben als es doch zu tun. Also stell ersteres nicht als große Geistesleistung hin, denn der Skeptizismus ist zuerst da.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Fegefeuer wird dir deinen Zynismus schon aus den Poren braten&#8230;;)</p>
<p>Nee hast ja recht: Dumme Gläubige sind in ihrer Außendarstellung einfach nur bemitleidenswert. Dennoch: Für einen intelligenten, rationalen, aufgeklärten Menschen, ist es viel einfacher, nicht zu glauben als es doch zu tun. Also stell ersteres nicht als große Geistesleistung hin, denn der Skeptizismus ist zuerst da.</p>
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